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Miteinander leben & feiern

Bitte leise im Wohngebiet! Warum wir Hinweisschilder zur Nachtruhe aufhängen

Bitte leise im Wohngebiet! Warum wir Hinweisschilder zur Nachtruhe auFHängen Wer an einem warmen Sommertag durch Würzburg unterwegs ist, erlebt eine lebendigeStadt. Menschen treffen sich am Mainufer, in Parks oder auf Plätzen, sitzen vor Bars undKneipen oder genießen gemeinsam den Sommerabend. Viele beliebte Treffpunkte in Würzburg liegen jedoch in unmittelbarer Nähe zuWohngebieten. Wenn sich die Gruppen später auf den Heimweg machen oder vom Mainuferweiter in Richtung Innenstadt ziehen, um Bars und Clubs zu besuchen, durchqueren siehäufig Straßen und Gassen, in denen Menschen schlafen. Nächtliche Lärmspitzen durchlaute Gespräche, Rufe über die Straße, Gelächter oder Musik aus Bluetooth-Boxen reichenoft aus, um Anwohnende aus dem Schlaf zu wecken … Verändertes Ausgehverhalten seit der Pandemie Während der Corona-Pandemie entwickelte sich deutschlandweit ein Trend zum Feiern unter freiem Himmel, der bis heute anhält. Auch in Würzburg veränderte sich das Ausgehverhalten nachhaltig: Das Sanderauer Mainufer beispielsweise, das zuvor vor allem als Naherholungsgebiet genutzt wurde, entwickelte sich während der Lockdowns zu einem weithin bekannten Hotspot für das Feiern unter freiem Himmel. Was zunächst eine Ausnahmesituation war, ist heute fester Bestandteil der Sommermonate. Regelmäßig treffen sich dort Hunderte Menschen aus Würzburg und dem weiteren Umland zum Sonnenbaden, Schwimmen, Grillen und Feiern. Mit der steigenden Beliebtheit nahmen jedoch auch die Nutzungskonflikte und die Belastungen für das angrenzende Wohngebiet zu. Laute Musik bis spät in die Nacht, große Müllmengen, Glasscherben, Wildpinkeln und nächtliche Ruhestörungen führten zu einer wachsenden Zahl von Beschwerden aus der Anwohnerschaft. Die Antwort der Stadt: ein Zusammenspiel verschiedener Maßnahmen   Die Stadt Würzburg reagierte auf diese Entwicklung mit dem Gesamtkonzept „Nachtleben in Würzburg – sicherer und konfliktfreier machen!“. Zu den 2022 beschlossenen Maßnahmen gehören am Sanderauer Mainufer unter anderem das Musikanlagenverbot ab 22 Uhr im vorderen Bereich, zusätzliche Mülleimer und mobile Toiletten sowie die Gestaltung der sog. Stadtterrasse abseits der Wohnbebauung mit neuen Sitzgelegenheiten.   In den Folgejahren kamen eine Beleuchtung im hinteren Bereich zur Verbesserung der Orientierung und des Sicherheitsempfindens sowie eine fest installierte WC-Anlage hinzu.   Ergänzt werden diese Maßnahmen durch Kontrollen von Polizei und Kommunalem Ordnungsdienst sowie durch das Projekt „Miteinander leben & feiern“, das auf Information, Dialog und Konfliktprävention setzt. Persönliche Ansprache und freundliche Erinnerungen Unsere Nachtmediator:innen sind freitags und samstags am Sanderauer Mainufer sowie in der Sanderstraße und an weiteren Hotspots der Würzburger Innenstadt unterwegs, um bei Feiernden Bewusstsein für die Bedürfnisse der Anwohnenden zu schaffen.   Um auch außerhalb unserer Einsatzzeiten für diese Themen zu sensibilisieren, wurden vor Kurzem großformatige, zweisprachige Informationsbanner direkt am Sanderauer Mainufer installiert. Seit dieser Woche werden sie durch Hinweisschilder zur Nachtruhe entlang stark genutzter Wege in angrenzenden Wohngebieten ergänzt – nicht nur in der Sanderau, sondern auch in der Nähe weiterer Partyhotspots der Innenstadt.   Unsere Erfahrung aus bald vier Jahren Nachteinsätzen zeigt: Vielen Menschen ist gar nicht bewusst, dass sie sich in einem Wohngebiet oder in unmittelbarer Nähe dazu befinden oder wie weit Stimmen und Geräusche nachts tragen. Natürlich erreichen wir mit den Hinweisschildern nicht alle Menschen – aber viele. Denn manchmal genügt schon eine freundliche Erinnerung, damit aus einem lauten Heimweg ein rücksichtsvoller wird. Und jeder vermiedene nächtliche Weckmoment ist ein Gewinn für ein gutes Miteinander in unserer Stadt. Zurück zur Blog-Übersicht

Main-Post-Stadtgespräch zum Würzburger Nachtleben: Viele Perspektiven, viel Gesprächsbedarf

Main-Post-Stadtgespräch zum Würzburger Nachtleben: Viele Perspektiven, viel Gesprächsbedarf Im Rahmen der ersten Würzburger Aktionswochen Alkohol fand am 15. Juni 2026 in der THWS BiB Lounge ein öffentliches Stadtgespräch zum Thema „Feiern, Alkohol, Einsätze, Ruhestörung – wie kann ein friedliches und sicheres Nachtleben für alle gelingen?“ statt. Veranstaltet wurde die Diskussion von der Main-Post, die Moderation übernahmen die Redakteur:innen Desiree Schneider und Christoph Sommer.  Auf dem Podium diskutierten Vertreter:innen aus Verwaltung, Gastronomie, Polizei, Rettungsdienst und dem Projekt „Miteinander leben & feiern“ gemeinsam mit rund 40 interessierten Bürger:innen über Herausforderungen und Entwicklungen rund um das Würzburger Nachtleben. Unterschiedliche Perspektiven auf ein gemeinsames Thema Den Auftakt machte Anwohnerin Irmgard Münch (im Bild links neben Desiree Schneider), die seit mehr als sechs Jahrzehnten im Umfeld der Sanderstraße lebt. Anhand ihrer persönlichen Erfahrungen schilderte sie, wie sich die Situation im Viertel im Laufe der Jahre verändert hat – sowohl hinsichtlich Anzahl und Ausrichtung gastronomischer Betriebe als auch mit Blick auf das Verhalten Feiernder im öffentlichen Raum. Mit deutlichen Worten beschrieb sie die Schwierigkeiten, mit denen sie und andere Anwohnende regelmäßig konfrontiert seien: nächtlicher Lärm, Scherben, Urin und Erbrochenes im öffentlichen Raum sowie mutwillige Sachbeschädigungen.   Anschließend teilten Dr. Uwe Zimmermann, Leiter der Allgemeinen Bürgerdienste der Stadt Würzburg, Manuel Bettinger, Gastronom und Sprecher der Interessengemeinschaft Sanderstraße, sowie Jenifer Gabel vom Projekt „Miteinander leben & feiern“ ihre Einschätzungen zur aktuellen Situation.   Dabei zeigte sich, wie unterschiedlich das Nachtleben wahrgenommen wird.  Während viele Anwohnende von anhaltenden Beeinträchtigungen berichteten, meldeten sich auch Stimmen aus der Nachbarschaft zu Wort, die die Lebendigkeit des Viertels schätzen und keine gravierenden Probleme wahrnehmen.   Die Podiumsgäste verwiesen auf bereits umgesetzte Maßnahmen, rechtliche Rahmenbedingungen und die Grenzen kommunaler Handlungsmöglichkeiten. Verständliche Forderungen nach zusätzlichen öffentlichen Toiletten oder einer stärkeren Präsenz von Polizei und Kommunalem Ordnungsdienst ließen sich daher nicht ohne Weiteres umsetzen. Alkohol als gemeinsamer Faktor   Im Verlauf des Abends rückte immer wieder die Rolle von Alkohol in den Mittelpunkt. Polizeioberrat Joachim Hupp, stellvertretender Leiter der Polizeiinspektion Würzburg-Stadt, berichtete, dass die Sanderstraße aus polizeilicher Sicht kein außergewöhnlicher Kriminalitätsschwerpunkt sei und die Zahl der Straftaten dort in den vergangenen Jahren eher rückläufig gewesen sei.    Im Vergleich zu anderen Bereichen mit hoher Gastronomie- und Clubdichte falle die Sanderstraße nicht besonders negativ auf. Gleichzeitig betonte er, dass Würzburg insgesamt weiterhin zu den sicheren Städten gehöre. Dennoch spiele Alkohol bei vielen nächtlichen Konflikten und Polizeieinsätzen eine wesentliche Rolle. Je später die Nacht und je höher der Alkoholkonsum, desto häufiger komme es zu aggressivem Verhalten, Streitigkeiten oder anderen problematischen Situationen. Auch Thomas Witzel (im Bild rechts) von den Johannitern schilderte, dass viele Einsätze des Rettungsdienstes mit den Folgen übermäßigen Alkoholkonsums zusammenhängen, etwa bei Stürzen, Kopfverletzungen, Übelkeit, Erbrechen oder Kreislaufproblemen.   Anliegen der Anwohnenden und Antworten aus Stadt und Gastronomie   Im weiteren Verlauf der Diskussion wurden zahlreiche konkrete Problemlagen angesprochen. Mehrfach ging es um die Situation in den Seitengassen der Sanderstraße. Eine Anwohnerin schilderte, dass sie sonntagmorgens auf dem Weg durch die Elefantengasse teilweise „Slalom“ um die Hinterlassenschaften der Nacht laufen müsse.   Genannt wurden unter anderem häufigere Reinigungsintervalle, insbesondere in den Seitengassen, zusätzliche Mülleimer, eine Ausweitung des Alkoholverbots auf Reurer- und Petererviertel sowie eine konsequentere Kontrolle bestehender Regelungen. Zudem wurde die Frage aufgeworfen, weshalb Alkohol trotz des nächtlichen Verbots weiterhin über Spätis und 24/7-Shops erhältlich sei.   Diese Einschätzungen decken sich mit den Erfahrungen unserer Nachtmediator:innen, die seit 2022 jedes Wochenende bis in die frühen Morgenstunden in der Würzburger Innenstadt unterwegs sind. Sowohl Polizei als auch Rettungsdienst hoben die präventive und deeskalierende Arbeit des Teams ausdrücklich positiv hervor. Dr. Uwe Zimmermann (im Bild rechts) erläuterte hierzu die rechtlichen Rahmenbedingungen. Automatenläden seien genehmigungsfreie Gewerbe, für die das Ordnungsamt nicht zuständig sei. Mit Blick auf eine mögliche Ausweitung des Alkoholverbots verwies er auf den Grundsatz der Verhältnismäßigkeit.   Zudem betonte er, dass dokumentierte Beschwerden eine wichtige Grundlage für künftige Bewertungen und politische Entscheidungen seien. Er appellierte deshalb an die Anwohnenden, Probleme weiterhin zu melden – beim Miteinander-Team, beim Ordnungsamt oder in akuten Fällen bei der Polizei – und nicht zu resignieren.   Aus Sicht der Gastronomie berichtete Manuel Bettinger (im Bild links) über bereits bestehende Maßnahmen zur Entlastung der Anwohnerschaft. So verwies er auf die Aktion „Würzburg Wischer“, bei der Gastronomiebetriebe die Straßen im Umfeld der Sanderstraße an den Wochenenden auf eigene Kosten reinigen lassen. Bürger:innen könnten sich direkt an ihn wenden, wenn Verunreinigungen beseitigt werden müssten. Darüber hinaus warb er für den direkten Austausch, um konkrete Probleme möglichst frühzeitig gemeinsam anzugehen.   Zudem erinnerte er an einen Maßnahmenkatalog, den mehrere Gastronomiebetriebe bereits vor einigen Jahren gemeinsam entwickelt haben, um in enger Abstimmung mit Stadtverwaltung und Sicherheitsbehörden zur Verbesserung der Situation beizutragen. Erfahrungen aus dem Konfliktmanagement   Jenifer Gabel vom Projekt „Miteinander leben & feiern“ betonte die Bedeutung des Austauschs mit vergleichbaren Projekten in anderen Kommunen. Die Erfahrungen aus über 200 Städten zeigten, dass die in Würzburg diskutierten Herausforderungen vielerorts auftreten. Überall dort, wo Wohnen und Feiern aufeinandertreffen, entstünden ähnliche Spannungsfelder.   Eine Patentlösung gebe es dabei nicht. Nachhaltige Verbesserungen entstünden vielmehr durch das Zusammenspiel verschiedener Ansätze: Prävention und Sensibilisierung, Dialog und Vermittlung, aber auch Kontrollen und ordnungsrechtliche Maßnahmen. Deshalb plädierte Gabel dafür, neue Ideen und kleinere Lösungsansätze auszuprobieren und ihre Wirkung in der Praxis zu überprüfen. Zwischen Frust und nächsten Schritten   Im Verlauf des Abends wurde deutlich, wie groß die Frustration mancher Anwohnender inzwischen ist. In vielen Wortmeldungen wurde spürbar, dass sich einige Betroffene nicht ausreichend gehört fühlen und das Vertrauen in bestehende Beschwerde- und Dialogwege gelitten hat.   Als konkretes Ergebnis der Veranstaltung kündigte Dr. Zimmermann eine gemeinsame Ortsbegehung mit interessierten Anwohnenden an. Ziel soll sein, Belastungsschwerpunkte direkt vor Ort in den Blick zu nehmen und mögliche Verbesserungen gemeinsam zu prüfen.   Auch für das Team von „Miteinander leben & feiern“ liefern die Rückmeldungen des Abends wichtige Hinweise für die weitere Arbeit. Ergänzend zur Ortsbegehung möchten wir prüfen, wie ein eigenes Austauschformat für Anwohnende gestaltet werden kann.   Die Erfahrungen der vergangenen Jahre zeigen, dass Verbesserungen selten durch eine einzelne Maßnahme entstehen. Häufig sind es viele kleinere Schritte, die in ihrer Summe zu einer spürbaren

Hallo Sommer! Unsere neuen Info-Banner am Sanderauer Mainufer

Hallo Sommer! Unsere neuen Info-Banner am Sanderauer Mainufer Pünktlich zum Start der Freiluftsaison 2026 stehen am Sanderauer Mainufer neue Informationsbanner, die für ein rücksichtsvolles Miteinander zwischen Feiernden, Erholungssuchenden und Anwohnenden werben.   Das Mainufer zählt zu den beliebtesten Treffpunkten und Freizeitorten Würzburgs. An warmen Tagen und lauen Sommerabenden kommen hier viele Menschen zusammen, um Sonne und Wasser zu genießen, zu spielen, zu schwimmen, zu grillen oder einfach Zeit mit Freund:innen zu verbringen.   Gleichzeitig leben in unmittelbarer Nähe Menschen, deren Ruhebedürfnis ebenfalls berücksichtigt werden muss. Die neuen Banner sollen dazu beitragen, die geltenden Regelungen sichtbarer zu machen und für gegenseitige Rücksichtnahme zu sensibilisieren. Die farbenfrohen Banner informieren zweisprachig über die wichtigsten Regeln am Mainufer. Dazu gehören die allgemeine Nachtruhe ab 22 Uhr, das Musikanlagenverbot im vorderen Bereich ab 22 Uhr sowie das generelle Veranstaltungsverbot entlang des Ufergeländes. Darüber hinaus erinnern sie daran, Müll zu entsorgen, Scherben zu vermeiden, die vorhandenen Toiletten zu nutzen und auf dem Heimweg durch die angrenzenden Wohngebiete leise zu sein.   Ein besonderer Dank gilt Peter Heunisch, Leiter der Regieabteilung des Fachbereichs Tiefbau und Verkehrswesen (Bauhof) der Stadt Würzburg, für die unkomplizierte Organisation der Aufbauaktion. Ebenso bedanken wir uns herzlich bei seinem Team, das die Banner trotz strömenden Regens aufgebaut und installiert hat. Zurück zur Blog-Übersicht

Unsere Nachtaktionen im Rahmen der Würzburger Aktionswochen Alkohol

Unsere Nachtaktionen im Rahmen der Würzburger Aktionswohen Alkohol vom 13. bis 28. Juni 2026 Alkohol gehört für viele Menschen zum Feiern dazu. Gleichzeitig spielt er bei einem Großteil der Konflikte und Probleme im Nachtleben eine Rolle. Diese Erfahrung machen auch unsere Nachtmediator:innen, die seit 2022 jedes Wochenende in der Würzburger Innenstadt unterwegs sind. Deshalb beteiligen wir uns mit drei Mitmachaktionen im Nachtleben an den ersten Würzburger Aktionswochen Alkohol – mit dem Ziel, Feiernde auf niedrigschwellige Weise für einen bewussteren Umgang mit Alkohol zu sensibilisieren.   Rund 380 Nächte waren die sog. Nachtmediator:innen von „Miteinander leben & feiern“ seit Projektbeginn im Jahr 2022 an den Partyhotspots der Würzburger Innenstadt unterwegs, um mit Gesprächen und Information ein friedliches Miteinander im Nachtleben zu unterstützen. Dabei erlebten sie immer wieder, dass übermäßiger Alkoholkonsum Konflikte verschärft oder überhaupt erst entstehen lässt. Lärmbeschwerden, Vermüllung, Wildpinkeln oder Vandalismus stehen ebenso häufig im Zusammenhang mit Alkoholkonsum wie Streitigkeiten und Aggressionen. Auch viele medizinische Notfälle, mit denen das Team konfrontiert wird, sind alkoholbedingt oder werden durch Alkohol verstärkt. Zudem treffen wir immer wieder auf Menschen, denen es infolge übermäßigen Alkoholkonsums körperlich nicht gut geht. Um in solchen Situationen angemessen unterstützen zu können, ist unser Team in Erster Hilfe geschult und mit Erste-Hilfe-Kits ausgestattet.   Seit einigen Monaten führen unsere Nachtmediator:innen außerdem Wasser und Spuckbeutel mit sich. Letztere helfen nicht nur betroffenen Personen, sondern können mitunter auch verhindern, dass Erbrochenes auf Gehwegen oder vor Hauseingängen landet – ein Problem, das viele Anwohnende der Partyhotspots belastet.   Natürlich verursacht nicht jeder Mensch, der Alkohol trinkt, Probleme – aber wenn wir auf die vergangenen Jahre zurückblicken, dann zeigt sich ein klares Muster: Alkohol ist bei vielen belastenden Situationen im Nachtleben zumindest ein relevanter Faktor. Unsere Aktionen setzen deshalb nicht auf Verbote oder erhobene Zeigefinger, sondern auf Information, Selbstreflexion und Gespräche. Unsere Aktionen  13. Juni 2026 | ab 22 Uhr | H₂O statt K.O. Unsere Nachtmediator:innen verteilen kostenlos Wasser an Feiernde in der Sanderstraße. Die Aktion soll dazu anregen, beim Feiern auf den eigenen Körper zu achten, ausreichend alkoholfreie Getränke zu konsumieren und riskanten Situationen vorzubeugen.   20. Juni 2026 | ab 22 Uhr | Promille-Check Am Infostand unserer Nachtmediator:innen können Feiernde freiwillig und anonym ihren ungefähren Alkoholwert messen lassen. Ziel ist nicht die Kontrolle, sondern die Frage: „Hätte ich mich selbst so eingeschätzt?“   27. Juni 2026 | ab 22 Uhr | Prozente-Quiz Bei einem Quiz können Besucher:innen unseres Infostands schätzen, wie viel Alkohol tatsächlich in beliebten Getränken wie Radler, Aperol Spritz, Sekt oder Mischgetränken steckt. Die Aktion soll für häufig unterschätzte Alkoholmengen sensibilisieren.   Die Nachtaktionen von „Miteinander leben & feiern“ sind Teil der Würzburger Aktionswochen Alkohol unter dem Motto „WÜ CARE! Unsere Stadt. Unsere Verantwortung.“ Die Aktionswochen finden vom 13. bis 28. Juni 2026 erstmals statt. Initiiert werden sie von der Evangelischen Jugendhilfe Würzburg, der Suchtpräventionsfachstelle der Stadt Würzburg in Trägerschaft der Diakonie sowie dem Projekt „Miteinander leben & feiern“. Die Schirmherrschaft übernimmt Oberbürgermeister Martin Heilig.   Weitere Informationen und alle Termine im Überblick: www.aktionswochen-alkohol-wue.de Zurück zur Blog-Übersicht

Würzburger Aktionswochen Alkohol 2026

Würzburger Aktionswochen Alkohol 2026 Vom 13. bis 28. Juni 2026 finden erstmals die Würzburger Aktionswochen Alkohol statt. Unter dem Motto „WÜ CARE! Unsere Stadt. Unsere Verantwortung.“ laden zahlreiche Veranstaltungen dazu ein, über Alkoholkonsum, Gesundheit, Sicherheit und gesellschaftliches Miteinander ins Gespräch zu kommen. Alkohol gehört für viele Menschen zum Alltag und zum gesellschaftlichen Leben dazu – beim Feiern, bei Festen oder im Freund:innenkreis. Gleichzeitig kann Alkohol auch Risiken mit sich bringen: für die eigene Gesundheit, für Beziehungen, für das Zusammenleben im öffentlichen Raum und nicht zuletzt für die Sicherheit im Nachtleben.   Genau hier setzen die Würzburger Aktionswochen Alkohol an!   Gemeinsam mit der Suchtpräventionsfachstelle der Stadt Würzburg, der Evangelischen Jugendhilfe Würzburg, dem Projekt „Miteinander leben & feiern“ und zahlreichen weiteren Kooperationspartnern möchte die Kampagne einen offenen und konstruktiven Austausch über den Umgang mit Alkohol fördern.   Die Aktionswochen finden im Rahmen der bundesweiten Aktionswoche Alkohol statt. Schirmherr der Würzburger Kampagne ist Oberbürgermeister Martin Heilig. Das Programm im Überblick   13. Juni 2026 | 17–22 Uhr | Alkoholfreie Poolparty im Dallenbergbad ➝ ACHTUNG: Wegen Schlechtwetter verschoben auf den 25. Juni. Gemeinsam mit dem Fachbereich Jugend und Familie der Stadt Würzburg sowie der WVV findet eine alkoholfreie Poolparty für Jugendliche und junge Menschen statt.   13., 20. und 27. Juni 2026 | jeweils ab 22 Uhr | Mitmachaktionen im Würzburger Nachtleben Unsere Nachtmediator:innen sind an drei Samstagen mit besonderen Aktionen in der Sanderstraße unterwegs – mit dem Ziel, auf niedrigschwellige Weise zum Nachdenken über den eigenen Alkoholkonsum anzuregen. 13. Juni: H₂O statt K.O. – kostenloses Wasser für Feiernde 20. Juni: Promille-Check – freiwillige Atemalkoholtests zur Selbsteinschätzung 27. Juni: Prozente-Quiz – Wissen rund um Alkohol und beliebte Getränke testen   15. Juni 206 | 18:30–20 Uhr | Main-Post-Stadtgespräch in der THWS BiB Lounge Unter dem Titel „Feiern, Alkohol, Einsätze, Ruhestörung – wie kann ein friedliches und sicheres Nachtleben für alle gelingen?“ diskutieren Vertreter:innen aus Polizei, Ordnungsamt, Rettungsdienst, Gastronomie, Studierendenschaft, Anwohnerschaft und unserem Projekt „Miteinander leben & feiern“ über Herausforderungen und Lösungsansätze für das Würzburger Nachtleben. Das Publikum ist ausdrücklich eingeladen, Fragen zu stellen und mitzudiskutieren.   23. Juni 2026 | 14–18 Uhr |Infomeile „WÜ CARE! Wir sind für dich da.“ auf dem Unteren Markt Auf der Infomeile präsentieren verschiedene Fachstellen, Beratungsangebote und Initiativen ihre Arbeit rund um die Themen Alkohol, Gesundheit, Prävention und Unterstützung.   28. Juni 2026 | 12–17 Uhr |Alkoholfreies Stadtteilfest Grombühl rund um St. Josef Den Abschluss der Aktionswochen bildet das traditionelle alkoholfreie Stadtteilfest der Grombühler Runde mit einem bunten Programm für Groß und Klein.   Wir freuen uns auf zwei Wochen voller Begegnungen, Gespräche und neuer Perspektiven – denn ein verantwortungsvoller Umgang mit Alkohol ist eine gemeinsame Aufgabe.   Alle Infos und Termine finden sich unter www.aktionswochen-alkohol-wue.de Zurück zur Blog-Übersicht

BR-Reportage: Unterwegs im Würzburger Nachtleben

BR-Reportage: Unterwegs mit den Nachtmediator:innen im Würzburger Nachtleben Wie gelingt das Miteinander im Würzburger Nachtleben? Ein Team des Bayerischen Rundfunks war zum Beginn des Sommersemesters in der Sanderstraße unterwegs und hat unter anderem unsere Nachtmediator:innen bei ihrem Einsatz begleitet. Einblicke in das nächtliche Geschehen   Entstanden ist eine Reportage, die das nächtliche Geschehen in der Würzburger Innenstadt aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet. Feiernde, Anwohnende und Gastronomiebetriebe kommen ebenso zu Wort wie unsere Nachtmediator:innen, die jedes Wochenende vor Ort unterwegs sind.   Der Beitrag zeigt typische Situationen aus ihrem Einsatz: von aufklärenden Gesprächen zu geltenden Regelungen über Interventionen bei konkreten Störungen bis hin zum Versuch, in angespannten Momenten zu deeskalieren.   Unsere Nachtmediator:innen sind freitags und samstags von 22 bis 3 Uhr in der Innenstadt präsent und durch ihre Westen gut erkennbar. Ihr Auftrag ist es, für die Auswirkungen des eigenen Feierns auf andere zu sensibilisieren und dadurch Störungen und Konfliktsituationen zu reduzieren. Sie sind nicht Teil der Sicherheits- und Ordnungsbehörden. Zwischen Lebensfreude und Belastung   Das Nachtleben gehört für viele Menschen zur Lebensqualität einer Stadt. Für viele Studierende in Würzburg ist das vielfältige Angebot an Kneipen, Bars und Clubs ein wichtiges Kriterium bei der Wahl des Studienortes.   Gleichzeitig bringt das nächtliche Feiern auch Herausforderungen mit sich. Im Beitrag wird deutlich, womit Anwohnende wie Irmgard Münch regelmäßig konfrontiert sind: Lärmspitzen in den späten Abend- und Nachtstunden, Müll, Wildpinkeln und Erbrochenes auf der Straße sowie respektloses Verhalten Einzelner.   Die Reportage zeigt jedoch auch Situationen, in denen es unserem Team durch freundliche Ansprache gelingt, Feiernde zu mehr Rücksichtnahme zu bewegen. Eine zusätzliche Herausforderung stellen dabei auswärtige Besucher:innen dar, wie die im Beitrag gezeigte größere Gruppe. Bei sogenannten Feiertourist:innen ist das Bewusstsein für lokale Regeln und die Auswirkungen des eigenen Verhaltens oft (noch) weniger ausgeprägt. Zusammenspiel verschiedener Maßnahmen   Die Reportage macht sichtbar, welchen Beitrag ein kommunikativer Ansatz leisten kann und wo seine Grenzen liegen. Denn nachhaltige Veränderungen entstehen meist im Zusammenspiel verschiedener Faktoren: klare Regeln, deren Durchsetzung und passende Rahmenbedingungen vor Ort – wie zum Beispiel ausreichend öffentliche Toiletten und Mülleimer.   Unsere Arbeit versteht sich als ein Baustein in diesem Gesamtgefüge. Wir sind präsent, sprechen proaktiv an, hören zu und versuchen, zwischen unterschiedlichen Interessen zu vermitteln.   Der Beitrag liefert damit einen realistischen Einblick in die Chancen und Herausforderungen eines lebendigen Nachtlebens in Würzburg. Vielen Dank an Alexandra Reese und Josef Lindner vom Bayerischen Rundfunk für ihre Begleitung. Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.Mehr erfahren Video laden YouTube immer entsperren Zurück zur Blog-Übersicht

„Bier rein: 5 € – Bier raus: 55 €“ – Anti-Wildpinkel-Kampagne 2026

„BIER Rein: 5 € – Bier raus: 55 €“ – anti-wildpinkel-kampagne 2026 Zum Start des Sommersemesters machen wir gemeinsam mit der Stadt Würzburg auf ein Thema aufmerksam, das im Nachtleben regelmäßig für Ärger sorgt: Urinieren im öffentlichen Raum. Unsere Nachtmediator:innen sind an den Wochenenden in der Würzburger Innenstadt unterwegs und erleben die Situation immer wieder aus nächster Nähe: Menschen pinkeln in Seitengassen, an Hauswände und Straßenecken – teilweise sogar in Hauseingänge oder auf Fahrräder.   Oft gelingt es, die Betroffenen noch rechtzeitig anzusprechen und zu einem Toilettenbesuch zu bewegen – in einer Bar oder in einem öffentlichen WC. Besonders bei stark alkoholisierten Personen scheint jedoch selbst der kurze Weg zur nächsten Toilette zu weit.   Die Erfahrung zeigt aber auch: Viele reagieren einsichtig und reumütig, wenn sie auf ihr Verhalten angesprochen werden. Klare Botschaft – und konkrete Alternativen   Mit Plakaten an den „Pinkel-Hotspots“ und Bierdeckeln in Bars und Kneipen möchten wir pünktlich zu Semesterbeginn Bewusstsein für das Problem wecken und für mehr Rücksicht gegenüber Anwohner:innen werben.   Der Kampagnenslogan „Bier rein: 5 € – Bier raus: 55 €“ macht deutlich: Wildpinkeln ist kein Kavaliersdelikt, sondern kann mit einem Verwarngeld von mindestens 55 Euro geahndet werden.   Gleichzeitig zeigen wir Lösungen auf: Über den QR-Code auf den Plakaten und Bierdeckeln gelangen Feiernde direkt zum „WC-Finder“ – unseren Nightlife City Guide. Hier finden sich die geltenden Regelungen im Würzburger Nachtleben sowie die Standorte öffentlicher WCs und „Netter Toiletten“.   Gerade in der Sanderstraße kann in vielen Bars und Kneipen die Toilette genutzt werden, auch ohne Gast zu sein. Es gibt also keine Ausrede: Wer anderen vor die Haustür pinkelt, dem fehlt es schlicht an Respekt! Zurück zur Blog-Übersicht

Mindful Drinking: Wie verantwortungsvoller Alkoholkonsum das Nachtleben besser macht

Mindful Drinking: Wie verantwortungsbewusster Alkoholkonsum das Nachtleben besser macht Feiern, tanzen, das Leben genießen – für viele gehört dabei auch Alkohol dazu. Unsere Nachtmediator:innen von „Miteinander leben & feiern“ sind jedes Wochenende an den Würzburger Party-Hotspots unterwegs und beobachten immer wieder Situationen, in denen übermäßiger Alkoholkonsum zu Problemen führt – für die Betroffenen selbst, für andere Feiernde und für die Nachbarschaft. Deshalb plädieren wir für: Mindful Drinking. Denn wenn wir es während unserer Einsätze im Würzburger Nachtleben mit lautem Gegröle, Vandalismus oder Wildpinkeln zu tun haben, ist in den meisten Fällen Alkohol im Spiel. Zudem sehen wir immer wieder stark alkoholisierte Personen, die orientierungslos wirken oder kaum noch ansprechbar sind. Unsere deeskalierende Ansprache wird von stark alkoholisierten Menschen häufig ignoriert – oder sie reagieren aggressiv. Warum das problematisch ist   Alkohol verändert Verhalten, Wahrnehmung und Reaktionsfähigkeit – mit weitreichenden Folgen:   Aggressionspotenzial steigt: Alkohol kann Hemmschwellen abbauen und die Impulskontrolle verringern – das erhöht die Gefahr von Gewalt. Sexuelle Übergriffe: In etwa der Hälfte aller sexuellen Übergriffe ist Alkohol im Spiel – sowohl bei Täter:innen als auch bei Betroffenen. Eingeschränkte Risikowahrnehmung: Unter Alkoholeinfluss werden Gefahren oft unterschätzt und Grenzen schneller überschritten. Unfallrisiko steigt: Alkohol erhöht das Risiko für Stürze und Unfälle. Gesundheitsrisiken: Neben der akuten Gefahr einer Alkoholvergiftung drohen langfristige körperliche und psychische Schäden. Lärm, Müll, Verunreinigungen: Grölen, Wildpinkeln, Erbrechen und herumliegende Flaschen oder Dosen stören die Nachtruhe und das Stadtbild. Tipps für einen bewussten Umgang mit Alkohol Vor der Party: planen statt bereuen Klare Absprachen treffen: Wer fährt, bleibt nüchtern – oder plane Geld für ein Taxi ein. Nicht auf leeren Magen trinken: Eine gute Mahlzeit vorab bremst die Wirkung. Entscheide bewusst: Möchtest du überhaupt trinken – und wenn ja, wie viel? Auch mit dem Fahrrad oder E-Scooter gilt: Nüchtern bleiben! Schon ab 0,3 Promille kann es rechtliche Konsequenzen geben – ab 1,1 Promille gilt absoluteFahruntüchtigkeit. Beim Feiern: achtsam trinken Starte alkoholfrei und wechsle regelmäßig zu Wasser oder Softdrinks – das hilft dir, einen klaren Kopf zu behalten. Achtung bei Cocktails und Longdrinks: Süßer Geschmack überdeckt oft den Alkoholgehalt. Beim Selbermixen: Verwende Dosierhilfen statt nach Gefühl einzugießen. Lass dein Getränk nie unbeaufsichtigt – nicht nur wegen des Alkohols, sondern auch wegen der Gefahr von K.O.-Tropfen. 👉 Wissenswertes zum Thema K.O.-Tropfen findest du hier. Auch hier gilt: Nein heißt Nein! Keine Lust auf Alkohol? Sag es freundlich, aber bestimmt – du musst dich nicht rechtfertigen. Trinkspiele oder Flatrate-Angebote? Du entscheidest, was dir guttut, lass dich nicht überreden. Schau auf Freund:innen, die weniger oder nichts trinken – sie setzen gute Impulse. 👉 Tipps zum souveränen Ablehnen: www.kenn-dein-limit.info/alkohol-ablehnen.html Was tun bei Anzeichen einer Alkoholvergiftung? Der Übergang vom Rausch zur Vergiftung ist fließend. Achte auf: Blasse Haut, Erbrechen, Verwirrtheit Unregelmäßige oder flache Atmung Keine Reaktion auf Ansprechen Bewusstlosigkeit   Wichtig: Nicht allein lassen In stabile Seitenlage bringen Keine weiteren Getränke geben – auch kein Wasser (Erstickungsgefahr!) Warm halten – keine kalte Dusche Sofort 112 anrufen Mehr Infos: www.kenn-dein-limit.info/faq-alkohol-und-notfaelle.html   Hilfe in Würzburg Wenn du merkst, dass dein Alkoholkonsum problematisch ist – oder du dir Sorgen um jemand anderen machst – gibt es in Würzburg kompetente Anlaufstellen. Zum Beispiel hier: www.suchtberatung-wuerzburg.de Alkohol gehört für viele zum Feiern dazu – das ist okay. Aber wir wünschen uns ein Nachtleben, das alle mitdenkt: die Freund:innen, die Nachbarschaft und nicht zuletzt die eigene Gesundheit. Feiern mit Verantwortung ist keine Einschränkung, sondern ein Gewinn für alle.    Profis trinken zwischendurch Wasser oder steigen rechtzeitig ganz auf Wasser um.  Ganz nach dem Motto „H2O statt K.O.“! Zurück zur Blog-Übersicht

K.O.-Tropfen: Heimlich. Gefährlich. Leider Realität. Wie du dich schützt & was du tun kannst, wenn es passiert ist.​

K.O.-Tropfen: Heimlich. Gefährlich. Leider Realität. Wie du dich schützT & was du tun kannst, wenn es passiert ist. Das Nachtleben soll Spaß machen – aber leider birgt es auch Risiken. Eines davon: K.O.-Tropfen. Heimlich verabreicht, können sie Menschen handlungsunfähig machen, um Straftaten wie Raub oder sexuelle Übergriffe zu begehen. Auch in Würzburg gibt es leider immer wieder Verdachtsfälle. Deshalb ist es uns wichtig, darüber aufzuklären: Wie erkennst du K.O.-Tropfen? Wie kannst du dich schützen? Und was tun, wenn du betroffen bist – oder jemand in deinem Umfeld? Was sind K.O.-Tropfen eigentlich? K.O.-Tropfen sind meist farb- und geruchlose Substanzen wie GHB oder GBL, die häufig in Getränken verabreicht werden. Sie wirken stark dämpfend, führen je nach Dosis zu Entspannung, Orientierungslosigkeit, Bewusstlosigkeit oder gar Atemstillstand. Besonders gefährlich ist die Kombination mit Alkohol – schon geringe Mengen können schwere Folgen haben.   Symptome erkennen – bei dir selbst oder anderen Typische Anzeichen nach dem Konsum (meist unbemerkt) können sein: Plötzliche Schläfrigkeit, Schwindel oder Verwirrtheit Erinnerungslücken („Filmriss“) trotz wenig Alkohol Wahrnehmung wie „in Watte gepackt“ Koordinationsstörungen, Übelkeit, Erbrechen Gefühl von Kontrollverlust oder Entfremdung Vage, bruchstückhafte Erinnerungen an die Zeit nach dem Konsum Was du im Verdachts- bzw. Akutfall tun kannst   Sofort Hilfe holen: Informiere Security, Barpersonal und/oder Freund:innen. Rufe im Zweifel den Notruf (112). Nicht alleine lassen: Begleite betroffene Personen bis Hilfe eintrifft – und am besten auch darüber hinaus. Beweise sichern: K.O.-Tropfen sind nur 6–12 Stunden im Körper nachweisbar. Im Verdachtsfall sollten Betroffene sofort ins Krankenhaus bzw. zur Rechtsmedizin – oder eine Urinprobe in einem sauberen Gefäß auffangen und kühl lagern. Lese unten mehr dazu. Was kannst du im Vorfeld tun?   Schütze dich und andere – aber ohne Schuldumkehr: Die Verantwortung liegt immer beim Täter! Dennoch helfen diese Tipps zur Risikominimierung: Getränke nie unbeaufsichtigt lassenKeine offenen Drinks von Fremden annehmen In Gruppen feiern – achtet aufeinander („Buddy-System“) Bei Unwohlsein lieber früher als später handeln Nutze Tools wie Cupguards oder Bottleguards, die verhindern, dass jemand unbemerkt etwas ins Getränk mischt Es gibt auch Schutz-Gadgets wie spezielle Nagellacke, Strohhalme oder Armbändchen, mit denen man Getränke testen kann. Aber: Diese Produkte erkennen meist nur wenige Substanzen, es gibt aber über 100 verschiedene Wirkstoffe. → Kein Schutz-Gadget bietet 100%-ige Sicherheit! Deshalb gilt: Tools und Gadgets können unterstützen – aber der beste Schutz bleiben Aufmerksamkeit, gegenseitige Achtsamkeit und schnelles Handeln im Verdachtsfall.   Beweise sichern: Wichtig zu wissen K.O.-Tropfen sind nur 6–12 Stunden nach Einnahme im Körper nachweisbar. Deshalb ist eine zeitnahe Beweissicherung entscheidend, falls eine Anzeige erwogen wird. In Würzburg gibt es diese Anlaufstellen: Rechtsmedizin Würzburg (Prof. Dr. Michael Bohnert) Vertrauliche Spurensicherung grundsätzlich möglich. Jedoch nicht rund um die Uhr, sondern nur zu den Öffnungszeiten. Bei Vorfällen in der Nacht solltest du dich an eine Klinik wenden! Infos unter: med.uni-wuerzburg.de/rechtsmedizin/dienstleistung/forensische-medizin Krankenhäuser (Uniklinik, Juliusspital, Missioklinik) Können rund um die Uhr Urin- oder Blutproben sichern und kühl lagern. Diese erste Sicherung kann entscheidend sein! Sollte später Anzeige erstattet werden, können die Proben im Auftrag der Polizei forensisch untersucht werden. Hilfe und Beratung – du bist nicht allein!   Wildwasser Würzburg e. V. Vertrauliche Beratung, auch anonym Begleitung zu weiteren Stellen möglich Infos unter: www.wildwasserwuerzburg.de Frauenberatung im SKF Würzburg Begleitung bei der Verarbeitung, Kenntnisse zur Spurensicherung Infos unter: www.skf-wue.de    Ein Hinweis zum Schluss   Wer von K.O.-Tropfen betroffen ist, braucht keine Vorwürfe, sondern Unterstützung! Viele Betroffene empfinden Scham oder zweifeln an der eigenen Wahrnehmung. In der Beratung geht es auch darum, das Erlebte zu ordnen und zu verarbeiten. Wenn du dir unsicher bist: Sprich mit jemandem, dem du vertraust! Oder melde dich bei einer Beratungsstelle. Lasst uns gemeinsam dafür sorgen, dass Würzburgs Nachtleben ein sicherer Ort für alle bleibt. Zurück zur Blog-Übersicht

„Auf gute Nachtbarschaft“ – Unsere neue Plakatkampagne für mehr Rücksicht im Würzburger Nachtleben

„Auf gute Nachtbarschaft“ – Unsere neue Plakatkampagne für mehr Rücksicht im Würzburger Nachtleben Auch in diesem Sommer werben wir gemeinsam mit der Stadt Würzburg wieder mit einer Plakatkampagne für mehr Rücksicht und Verantwortungsbewusstsein im Nachtleben – in diesem Jahr unter dem Titel „Auf gute Nachtbarschaft“. Ab sofort sind an den Partyhotspots der Stadt und in angrenzenden Wohngebieten drei großformatige Motive zu entdecken. Gestaltet wurden die Plakate von Thilo Wolf, Illustrator und Nachtmediator bei „Miteinander leben & feiern“. Im Stil von Wimmelbildern zeigen sie vorbildliches und störendes Verhalten im Würzburger Nachtleben: lärmende Gruppen, Geschrei und Wildpinkeln vor Bars und Clubs oder laute Musik und Müll am Mainufer. Ziel der Aktion ist es, für die Bedürfnisse der Nachbarschaft zu sensibilisieren und ein respektvolles Miteinander im Nachtleben zu fördern. Ergänzend verweisen die Plakate auf geltende Regelungen wie die Nachtruhe ab 22 Uhr im gesamten Stadtgebiet, das Alkoholverbot ab 1 Uhr in der Sanderstraße und Juliuspromenade sowie das Verbot von Musikanlagen am Sanderauer Mainufer, am Alten Kranen und auf der Leonhard-Frank-Promenade. Parallel dazu laden wir euch auf unserem Instagram-Kanal @miteinander_wue zu einem Gewinnspiel ein. Dort habt ihr die Chance, zwei Citygutscheine im Wert von jeweils 50 Euro zu gewinnen, zur Verfügung gestellt vom Stadtmarketingverein „Würzburg macht Spaß“.   Lasst uns das Nachtleben auch in diesem Sommer wieder gemeinsam genießen – mit Rücksicht, Verantwortung und Respekt. Zurück zur Blog-Übersicht