Miteinander leben & feiern

BR-Reportage: Unterwegs mit den Nachtmediator:innen im Würzburger Nachtleben

Wie gelingt das Miteinander im Würzburger Nachtleben? Ein Team des Bayerischen Rundfunks war zum Beginn des Sommersemesters in der Sanderstraße unterwegs und hat unter anderem unsere Nachtmediator:innen bei ihrem Einsatz begleitet.

Einblicke in das nächtliche Geschehen

 

Entstanden ist eine Reportage, die das nächtliche Geschehen in der Würzburger Innenstadt aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet. Feiernde, Anwohnende und Gastronomiebetriebe kommen ebenso zu Wort wie unsere Nachtmediator:innen, die jedes Wochenende vor Ort unterwegs sind.

 

Der Beitrag zeigt typische Situationen aus ihrem Einsatz: von aufklärenden Gesprächen zu geltenden Regelungen über Interventionen bei konkreten Störungen bis hin zum Versuch, in angespannten Momenten zu deeskalieren.

 

Unsere Nachtmediator:innen sind freitags und samstags von 22 bis 3 Uhr in der Innenstadt präsent und durch ihre Westen gut erkennbar. Ihr Auftrag ist es, für die Auswirkungen des eigenen Feierns auf andere zu sensibilisieren und dadurch Störungen und Konfliktsituationen zu reduzieren. Sie sind nicht Teil der Sicherheits- und Ordnungsbehörden.

Zwischen Lebensfreude und Belastung

 

Das Nachtleben gehört für viele Menschen zur Lebensqualität einer Stadt. Für viele Studierende in Würzburg ist das vielfältige Angebot an Kneipen, Bars und Clubs ein wichtiges Kriterium bei der Wahl des Studienortes.

 

Gleichzeitig bringt das nächtliche Feiern auch Herausforderungen mit sich. Im Beitrag wird deutlich, womit Anwohnende wie Irmgard Münch regelmäßig konfrontiert sind: Lärmspitzen in den späten Abend- und Nachtstunden, Müll, Wildpinkeln und Erbrochenes auf der Straße sowie respektloses Verhalten Einzelner.

 

Die Reportage zeigt jedoch auch Situationen, in denen es unserem Team durch freundliche Ansprache gelingt, Feiernde zu mehr Rücksichtnahme zu bewegen. Eine zusätzliche Herausforderung stellen dabei auswärtige Besucher:innen dar, wie die im Beitrag gezeigte größere Gruppe. Bei sogenannten Feiertourist:innen ist das Bewusstsein für lokale Regeln und die Auswirkungen des eigenen Verhaltens oft (noch) weniger ausgeprägt.

Zusammenspiel verschiedener Maßnahmen

 

Die Reportage macht sichtbar, welchen Beitrag ein kommunikativer Ansatz leisten kann und wo seine Grenzen liegen. Denn nachhaltige Veränderungen entstehen meist im Zusammenspiel verschiedener Faktoren: klare Regeln, deren Durchsetzung und passende Rahmenbedingungen vor Ort – wie zum Beispiel ausreichend öffentliche Toiletten und Mülleimer.

 

Unsere Arbeit versteht sich als ein Baustein in diesem Gesamtgefüge. Wir sind präsent, sprechen proaktiv an, hören zu und versuchen, zwischen unterschiedlichen Interessen zu vermitteln.

 

Der Beitrag liefert damit einen realistischen Einblick in die Chancen und Herausforderungen eines lebendigen Nachtlebens in Würzburg. Vielen Dank an Alexandra Reese und Josef Lindner vom Bayerischen Rundfunk für ihre Begleitung.

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